Restaurant Bad Osterfingen

Restaurant Bad Osterfingen

24. November 2018 0 Von Jenny

Als ich von der Metzgete im Restaurant Bad Osterfingen hörte, war ich Feuer und Flamme. Denn natürlich musste eine Metzgete im Heimatkanton drin liegen. Und ins Bad Osterfingen wollte ich sowieso schon lange einmal. Begleitung organisiert, Telefon in die Hand genommen, Reservation getätigt und nun hiess es warten.

Als der Tag gekommen war, begaben wir uns an unseren Platz im Nebenzimmer. Ausgerüstet mit Wasser, Wein und Brot waren wir bereit für unsere Schlachtplatte.

Zum Glück mussten wir keine Angst haben, dass die Platte kalt wurde. Denn vor uns stand ein wahrer Metzgete Berg! Zwei Blutwürste, zwei Leberwürste, drei Bratwürstchen, ein Plätzli, ein Metzger-Kotelett, ein Schwänzli, ein Gnagi, etwas Leberli, etwas Speck und Chessifleisch.

Blutwurst, Leberwurst, Kotelett, Plätzli, Speck, Gnagi, Chessifleisch und Sauerkraut

Keine Blutwurst ist gleich wie die andere

Da manchmal altbewährtes beibehalten werden soll, begann ich auch dieses Mal mit den Würsten. Wir entschieden uns, dass jeder je ein Stück der beiden Blutwürste kriegen sollte. Bei der ersten ergatterte ich das Mittelstück.
Der Spiegel der Blutwurst war wunderschön, Schneewittchens Stiefmutter hätte ihre wahre Freude daran gehabt. Auch auf der Gabel machte die Wurst eine gute Falle, schön fest. Geschmacklich überzeugte sie auf den ersten Bissen ohne Firlefanz. Eine solide Blutwurst, welche auf exotische Gewürze verzichtet, ohne jedoch langweilig zu sein.

Aber es gab ja noch die zweite Blutwurst. Hier nahm ich der Fairness halber einen Zipfel. Und begann zu verstehen, wieso mein Tischnachbar nicht so begeistert von der Wurst war. Diese war immer wieder schorfig und ich hatte sogar Kork-ähnliche Stücke in der Wurst. Leider versäumte ich es nachzufragen, woher diese kämen oder was die Ursache sei. Nichtsdestotrotz litt meine Qualitätsbeurteilung darunter.

Leberli und Leberwurst

Danach widmete ich mich dem einen Stück Leberli, welches gross und grob geschnitten war. Leider bewahrheitete sich einmal mehr, dass die Leberli am besten frisch zubereitet sei. Dieses Stück war sehr trocken, entsprechend vermochte mich auch der Geschmack nicht zu überzeugen.

Nun ja, gehen wir zum Namensvetter, der Leberwurst. Diese war wunderbar sämig und mit groben Stücken. Wie bei der Blutwurst wurde auch hier auf jeglichen Firlefanz verzichtet. Weder Rosinen noch übermässig viel Speck war in dieser Leberwurst zu finden. Ein Traum, für jeden Liebhaber.

Eine Reise entlang der Metzgete Speisen

Schon ziemlich satt begab ich mich an die Verköstigung des Metzgete Koteletts. Dieses war sehr saftig und lecker im Geschmack. Aber woher genau kam der Geschmack? In meinem Empfinden hatte das Kotelett eine malzige Note. Lecker, aber ungewohnt. Ich kam nicht darauf, was es war. Auch beim Plätzli fiel mir diese Beinote auf. Hier aber bei deutlich weniger Saftigkeit. Das Gnagi überzeugte dafür mit herrlicher Saftigkeit und hervorragendem Geschmack!

Beim Schwänzli und beim Chessifleisch probierte ich nur Einzelstücke. Zu voll bereits der Bauch, zu gering die Liebe zu diesen Speisen. Entsprechend masse ich mir auch nicht an, hier ein Urteil abzugeben.

Die Beilage in der Hauptrolle

Selbstverständlich genossen wir nebenher auch die Beilagen: Sauerkraut, Gschwellti und Apfelmus. Sauerkraut und Apfelmus waren dabei hervorragend! Der richtige Geschmack, die richtige Konsistenz. Einfach jedes Mal ein Bissen voller Freude. So gut sogar, dass für mich diese beiden Speisen die Highlights des Abends waren.

Etwas später erhielten wir noch Besuch aus der Küche. So erfuhr ich, dass die gemetzgeten Säuli vom Bauern des Vertrauens aus Wilchingen kamen. Und dass das Küchenteam die Füllung für die Würste selber machte. Und natürlich auch, woher der spezielle Geschmack beim Kotelett und dem Plätzli kam: Hier wird das Chessifleisch eingekocht und das gleiche Wasser danach für die Koteletten und Plätzli verwendet. Was zu diesem speziellen Geschmack führt.

Fazit

Ich will ehrlich sein: Erwartet hatte ich mehr. Insbesondere, da wir für drei Personen über CHF 200.- bezahlten, was doch ziemlich hoch war. Und unsere Zusatzkonsumationen bestanden aus einigen Flaschen Wasser, zwei Espressi, einer Cola und 5dl Weisswein.

Wie bereits erwähnt, waren meine Highlights des Abends das Sauerkraut und das Apfelmus. Nicht, weil die anderen Speisen schlecht waren, aber mir fehlte das gewisse Etwas.

Datum der Metzgete: 16.11.2018
https://badosterfingen.ch/

Meine Bewertung

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