Restaurant Holzschopf

Restaurant Holzschopf

14. November 2018 0 Von Jenny

Philipp und ich begaben uns auf den Weg an die Züri-Metzgete des VBL. Selbstverständlich, wenn ein Vereinsanlass schon einmal so nah stattfindet. Während dem Kulturprogramm “Stöck ‒ Wyss ‒ Stich” bewiesen wir unser mehr oder minder vorhandenes Jasstalent, bevor wir unsere eigentlichen Stärken ausspielen konnten: Essen!

Den Mund wässrig machen

Als Amouse Bouche servierte das Team vom Holzschopf Speck auf dem Holzbrett mit Senf. Im ersten Bissen leicht trocken, wurde dies vom zweiten Bissen wettgemacht. Auch geschmacklich war ich Fan vom Speck. Deutlich mehr, als vom Senf. Aber besser so als umgekehrt

Speck

Rübis und stübis weggeputzt, hatten wir Platz geschaffen für die eigentlichen Heldinnen und Helden: Die Blut- und Leberwürste. Angerichtet auf zwei Platten, inmitten eines Bettes aus Sauerkraut und Rüben thronten die Objekte unserer Fleischeslust. Elegant von Hand gebunden liegen sie da, in Reih und Glied. Ich musste mich beeilen, meine Fotos zu schiessen, zu freudig waren die Würste erwartet worden und die Messer, Gabeln und Hände der VBL Mitglieder waren bereit, die Würste auf die Teller zu verfrachten.
Von meinem letzten Metzgete-Besuch gelernt, teilten Philipp und ich uns zuerst eine Wurst. Als die eine Hälfte auf meinem Teller lag, setzte ich an zum Rädli-Schnitt der Blutwurst-Schneidetechnik – und setzte das Messer wieder ab. Keine Chance. Dieses Messer kein Zerschneider solider Därme.

Dem Geschmack- und Esserlebnis der Wurst tat dies jedoch keinen Abbruch: Hervorragend in der Konsistenz, mit einer blumigen Pfeffernote: ein Genuss.
Auch bei der Leberwurst beschränkte ich mich auf eine halbe Wurst. Sehr sämig in der Konsistenz fiel mir vor allem die dominierende Specknote auf. Auch eine einzelne Rosine fand ich in meiner Hälfte. Bei letzterer stellte sich mir die Frage, ob sich der Metzger nicht ganz für «seine» Hälfte des Rosinengrabens entscheiden konnte

Encore une fois

Schnell war klar: Das reichte uns nicht! Eine weitere Platte der excellenten Würste musste her. Schnell stand sie auf dem Tisch, fast noch schneller waren die Würste auf den Tellern.

Auch dieses Mal teilten sich Philipp und ich eine Wurst. Schnell merkte ich, dass sich etwas verändert hatte. Die Masse klebte eher am Darm und war auf der Zunge auch leicht schorfig. Schade, dies gab Abzüge in der Bewertung. Aber dennoch war die Wurst nach wie vor sehr lecker.

Nun kam ich auch dazu, das Sauerkraut und die Rüben zu probieren. Zuerst zum Sauerkraut: Mir persönlich schmeckte es, aber ein saures Kraut war es definitiv nicht. Besonders gespannt war ich auf die Rüben, mal etwas anders zu den üblichen Kartoffeln. Aber auch diese rissen mich nicht vom Hocker. Geschmacklich erinnerten sie leicht an Kürbis. Aber nur leicht.

Nose to Tail

Nachdem auch die letzte Wurst verzehrt war, ging es weiter. Nose to Tail war das Motto: Schnörrli, Gnagi und weitere Schwänzli wurden aufgetischt. Dazu Speck und Rippli.
Da meine Bauchdecke schon leicht spannte, probierte ich von den Stücken jeweils nur ein paar Bisse. Ganz leicht gesalzen und gepfeffert, kam der Eigengeschmack hervorragend zur Geltung. Dennoch verfeinerte ich die Stücke mit etwas Senf, welcher hier sehr positiv zum Geschmackerlebnis beitrug. Auch das Rippli vermochte mich zu überzeugen. Es war sehr saftig und herrlich würzig im Geschmack.

Gnagi, Schnörrli, Schwarte

Satt und zufrieden genossen wir die wohlige Müdigkeit und weitere Gespräche. Auf den Tischen erschienen die ersten Verdauungsschnäpse. Ich begnügte mich mit einem Espresso. Und natürlich dem Dessert: Gebrannte Creme mit Merengue, Rahm und etwas Guetzli als Dekoration. Ein hoch auf den Dessertmagen, sonst hätte ich hier passen müssen.

Fazit

Die Qualität der Speisen vermochte mich im Grossen und Ganzen zu überzeugen. Preislich war definitiv zu spüren, dass wir in der Stadt Züprich waren. Mit CHF 50.- für die Metzgete, noch ohne Dessert befand ich die Preise doch eher als hoch. Insbesondere da die Speisen auf Platten serviert wurde, sprich kein Tellerservice nötig war.

Datum der Metzgete: 10.11.2018
http://restaurant-holzschopf.ch/

Meine Bewertung

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Qualität: Metzgete BewertungMetzgete BewertungMetzgete BewertungMetzgete Bewertung
Service/Atmosphäre: Metzgete BewertungMetzgete BewertungMetzgete BewertungMetzgete BewertungMetzgete Bewertung
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