Idyllisch und einsam in den Hügeln oberhalb von Erlinsbach findet man Beiz und Bauernhof, nachdem die steile, einspurige Zufahrtsstrasse erklommen ist. Falls mit dem Auto, ist man glücklich, das Ziel ohne Gegenverkehr zu erreichen. Da findet man eine heimelige Gaststube mit warmem Kachelofen, niedriger Decke und kleinen Holzstühlen.
Es ist, zumindest wenn Metzgete angesagt ist, sehr eng, für Gäste und das flinke Personal. Aber es ist authentisch und gemütlich. Der Barmelhof ist ein Familienbetrieb, hat schon viele Auszeichnungen für seine Metzgeten erhalten, 2006 sogar den Vereinspreis der VBL.
Die Würste dazu werden im eigenen Haus hergestellt, ein erfahrener Störmetzger hilft dabei. Alles ist wie vor 50 Jahren. Als Zahlungsmittel wird nur Bargeld akzeptiert, auf schickes Outfit wird kein Wert gelegt, aber auf dem Parkplatz stehen auch Nobelkarossen.
Metzgete
Im Gegensatz zu den meisten anderen Metzgete-Beizen gibt es im Barmelhof kein Buffet-Angebot. Würste, Fleisch und Zutaten können / müssen einzeln bestellt werden, das Personal notiert alles auf Notizzettel.
Es funktioniert überraschend effizient. Bald hat man seine Wurst vor sich. Die knusprige Rösti wird in Schüsseln auf den Tisch gestellt, Selbstbbedienung. Meine Blutwurst kam etwas nackt und einsam auf dem Teller.
Ich vermisste einen urchigen Krausdarm, anonsten war sie perfekt. Beim Aufschneiden spritzte es nicht, aber etwas Fett und Zwiebeln waren zu sehen. Schnittspiegel und Aroma konnten überzeugen.
Mein Hunger reichte nicht für eine nachfolgende Leberwurst. Meinen Tischnachbarn schmeckte sie. Dafür genehmiget ich mir Öpfelstückli. Sie waren stichfest und angenehm im Geschmack, schwammen allerdings in etwas viel Saft. Alles in allem: eine Metzget der Spitzenklasse!
Wädi
Datum der Metzgete: 09.09.2023
barmelhof.ch
Meine Bewertung
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