Landgasthof Ochsen, Geiss

Landgasthof Ochsen, Geiss

21. Januar 2020 1 Von VBL Mitglied

Metzgete

Im Landgasthof Ochsen ist die Metzgetesaison länger als anderswo: 2020 gibt es bis Ende Mai jeden Monat ein Wochenende mit 4 Tagen Metzgete. Und im September beginnt schon die Saison 2020/2021. Dies ist ein grosses Lob wert. Geiss ist ein kleines Bauerndorf, es liegt in einer hügeligen Gegend ungefähr zwischen Wolhusen und Willisau im Luzerner Hinterland und gehört zur Gemeinde Menznau. Der VBL besuchte am 17. Januar 2020 mit über 30 Teilnehmern nach einer Wanderung um den idyllischen Soppensee das Schlachtfest im Ochsen. Der Ochsen ist ein riesiges altes Bauernhaus, erkennbar an den in den Luzerner Farben blau / weiss gestreiften Fensterläden. Die Räumlichkeiten sind traditionell, die Toiletten aber modern und clean. Wir wurden im grossen Saal untergebracht und fühlten uns da wohl. Auch mit der Bedienung waren wir zufrieden.

Das Buffet

Vorgängig wurde uns eine Rindsbouillon mit knackiger Gemüseeinlage serviert. Mit einer Metzgete hat das allerdings wenig zu tun, aber es dämpfte den Heisshunger. Natürlich gab es dann auf dem Buffet die traditionellen Würste, dazu auch Speck, Rippli, Gnagi, Zunge u.a. Kartoffeln waren zu haben als Pommes Frites (!), einer Art Rösti (aussehend wie Frühstücksflocken) und Salzkartoffeln. Auch Gemüse gab es: Rüebli, Sauerkraut, Bohnen. Zuhinterst auf dem Tisch standen grob gehackte gebratene Zwiebeln, braune Sauce, Brötchen und Öpfelstückli. Letztere empfand ich als zu süss und langweilig. Gefehlt haben mir Leberli, überflüssig fand ich die Rüebli.

Die Würste

Ich beginne mit den Blutwürsten. Positiv vermerken möchte ich deren Grösse (andernorts gibt es auf Buffets nur Miniwürstchen im Fingerling-Design). Die Feinheit auf der Zunge und das Aroma fand ich angenehm. Gestört haben mich die Optik der aufgeschnittenen Wurst (vgl. Bild) und die mangelhafte Stichfestigkeit. Leider waren die martialisch aussehenden Messer nicht für das Aufschneiden von zarten Wursthäuten geeignet, was die optische Erscheinung speziell der Blutwürste beim Aufschneiden beeinträchtigte. Gut geschmeckt hat mir die Leberwurst: eine interessante grobkörnige Fleischmischung mit klar erkennbarem Geschmack von Leber und interessanter Würzung, leider mit zu viel Salz. Die Krönung war für mich die Bratwurst mit extrem grob gehacktem Inhalt, obwohl auch mit etwas viel Salz. Aber die Qualität der Fleischmischung und das Aroma waren sensationell.

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Meine Bewertung

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Wädi, Rektor VBL-Akademie