Hofbeiz Metzgete im Nägeli, Marthalen

Hofbeiz Metzgete im Nägeli, Marthalen

9. November 2015 0 Von Jenny

Wenn Metzgete noch Leidenschaft bedeutet

Am wohl letzten sommerlich warmen Wochenende des Jahres 2015 bestiegen eine Horde Fussballfans und wir den Zug in Richtung Schaffhausen. Da jedoch weder unser Ausgangspunkt noch unser Ziel dasselbe war, trennten sich unsere Wege spätestens in Marthalen. Im Privatauto ging es weiter, aus dem Dorf hinaus und hinauf auf den Hof der Familie Nägeli. Im ehemaligen Stall befindet sich eine schmucke und liebevoll eingerichtete Hofbeiz. Und heute gibt es Metzgete.

Wir nahmen an den ovalen Tischen platz, welche aus alten Fässern gefertigt wurden und definitiv Lust auf ein Glas Wein machen! Im Angebot stehen lokale Weine – der zum Apéro servierte Weisswein war fruchtig und sehr lieblich. Beim Blick auf die Karte entschied ich mich für die Leberli mit Sauerkraut und Salzkartoffeln. Die gestrige Riesenblutwurst hatte meinen Hunger doch für mindestens zwei Tage gestillt 😉

Während wir auf das Festmahl warteten, konnte ich die Einrichtung der Hofbeiz genauer in Augenschein nehmen. Mir gefiel was ich sah – geschickt wurden die Begebenheiten des ehemaligen Stalls genutz und in eine urgemütliche Beiz umgewandelt. Hinter uns in der Küche wurde gewerkelt – es zischte und brodelte. Huuuunger!

Doch lange warten mussten wir nicht, bald schon standen Rippli, Bratwurst, Blutwurst und Leberli vor uns.

Die Wurst, die nicht meine ist...

Meine Leberli waren sehr fein geschnitten und dementsprechend nur sehr kurz scharf angebraten worden. Auch wurde mit den Gewürzen eher vorsichtig umgegangen – schliesslich hat man ja Leberli und nicht eine Gewürzmischung bestellt. Mit einem kurzen Griff nach rechts schnappte ich mir etwas von Philipp’s Blutwurst (welche heute nicht gespritzt hat!). Sofort fiel mir die deutliche Zimtnote auf, welche bei dieser Wurst sehr markant ist. Jemand, der eine lieblichere und unblutigere Variante der Blutwurst vorzieht, ist hier definitv an der richtigen Stelle.
Auch konnte ich mir noch einen Bissen vom Rippli ergaunern und im zweiten Gang etwas Bratwurst mit Zwiebelsauce ergattern. Beides sehr lecker und ideal für Personen, welche weniger Fan von Blut- und Leberwürsten oder anderen Innereien sind.

Nach dem wir alle brav aufgegessen hatten, setzte sich der Wirt zu uns an den Tisch und erzählte. Trotz einigen verspeisten Blutwürsten in meiner Vergangenheit lernte ich an diesem Abend, dass ich die Würste immer falsch gegessen habe. Mit voller Leidenschaft erzählte Herr Wirt, dass er als Metzger ein grosses Augenmerk darauf legt, dass die Wurst am Schnitt ein leichtes Bäuchlein nach aussen macht. So könne die Wurst scheibenweise gegessen werden und nichts von der wertvollen Masse muss in der Haut zurückbleiben. Wieder was gelernt!

Jetzt, einen Tag später sitze ich hier und schreibe meinen Blogeintrag. Dabei habe ich doch einen gewissen Hunger auf eine Blutwurst.
Nun dass ich weiss, wie ich diese richtig essen muss!

Die nächste Blutwurst werde ich wohl nicht in der Hofbeiz im Nägeli essen, da hier erst im Januar wieder eine Metzgete stattfindet. Mein letzter Besuch wird es jedoch nicht gewesen sein!

http://www.weinlandnet.ch/hofbeiz/#Anchor-47857
Datum: 8.11.2015

Meine Bewertung

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