Nomen non est omen

Nomen non est omen

17. März 2016 0 Von Yana

Nach einem entspannenden und sehr appetitfördernden Nachmittag im Stadtbad Zürich freuen wir uns bereits extrem auf die Metzgete im stadtbekannten Restaurant Schlachthof, welches ihre Fleischwaren vom angrenzenden Schlachtbetrieb bezieht und allein deshalb schon einen Pluspunkt bei uns hat.

Die klassische Beiz mit Fokus auf gutbürgerliche und Schweizer Küche ist erfahrungsgemäss über den Mittag und vor oder nach den Veranstaltungen im nahegelegenen Letzigrund Stadion ausgebucht, am Samstagabend unseres Besuchs sind jedoch nur drei Tische besetzt und wir hätten auch ohne Reservation problemlos einen Platz bekommen.

Gutgelaunt werden wir vom jungen Herrn im Service begrüsst und über die Metzgete und die Offenbierauswahl aufgeklärt. Ohne zu zögern entscheiden wir uns für die währschafte Schlachtplatte für zwei Personen, die man leider nicht mit Röschti anstelle von Petersilienkartoffeln haben kann, aber deren Reichhaltigkeit uns trotzdem anspricht.

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Die kleine Verwechslung beim Bier macht uns in unserer neuerworbenen Tiefenentspannung nichts aus, hungrig stürzen wir uns auf die zügig servierte Platte und sind vor allem von den frischen und aromatisch gewürzten Läberli angetan, die in einer separaten Saucière daherkommen. Schade, dass die ganze Üppigkeit so schnell abkühlt und auf Nachfrage keine Warmhaltemechanismen vorgesehen und vorhanden sind.

Unser Appetit lässt sich davon nicht beirren und wir probieren die Blut- und Leberwurst, die uns beide sehr gut schmecken, was besonders bei der Leberwurst bemerkenswert ist, weil meine Begleitung diese normalerweise nicht so sehr mag. Die Konsistenz und der Geschmack passen uns aber hervorragend, dafür ein grosses Kompliment an die Metzgerei Angst, welche die Würste hergestellt hat.

Hingegen die Beilagen vermögen uns nicht zu überzeugen, die Petersilienkartoffeln sind teilweise zu hart (roh) und man schmeckt keine Peterli heraus, ausserdem wurden sie dürftig gerüstet und so manche Stellen hätten keinen Platz auf dem Teller verdient. Das Sauerkraut ist unspektakulär und würde ein bisschen Würze sowie eine längere Garzeit vertragen.

Beim Speck, Wädli, Gnagi und Schnörrli angelangt, bemerken wir nun schmerzhaft den Temperaturverlust. Unsere immer noch fröhliche Bedienung bietet uns freundlicherweise an, die Platte wieder aufzuwärmen, bringt sie uns jedoch zehn Minuten später genau gleich kalt zurück an den Tisch. Schade, denn das Essen ist eigentlich gut und würde heiss noch viel besser schmecken. Dies widerspiegelt unser abschliessendes Fazit: Der Wille ist da, die Umsetzung lässt zu viele Wünsche offen.

Meine Bewertung

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www.restaurant-schlachthof.ch
Datum: 23.01.2016