Pfälzer Blut- und Leberwurst

Pfälzer Blut- und Leberwurst

14. November 2017 1 Von Yana

Kultureller Austausch

Nach zahlreichen Metzgeten in der Schweiz packt mich die Neugierde und im Zuge des kulturellen Austauschs mit unseren nördlichen Nachbarn stellen wir zu Hause eine Pfälzer Schlachtplatte zusammen.

Wir finden alle Zutaten im deutschen Supermarkt und meine erste Überraschung ist, dass die Blut- und Leberwürste vorgekocht verkauft werden und nur noch erwärmt werden müssen. Auch das Sauerkraut gibt es nur vorgekocht, was die Regel zu sein scheint.

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Die Zubereitung an sich ist keine grosse Sache, in einer grossen Pfanne köcheln wir Rippli, Haxe und Sauerkraut mit einem grosszügigen Schuss Grauburgunder und reichlich Kümmel für eine gute halbe Stunde, dann werden die Blut- und Leberwürstchen für weitere 10 Minuten hinzugefügt.

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Kleiner Schlachtteller

Die nächste Überraschung folgt beim Aufschneiden der Blutwurst: Da sind Stücke drin! Die Konsistenz ist keinesfalls so zart,  fein und homogen wie bei der Schweizer Blutwurst, sondern erinnert eher an die Leberwurst.
Die groben Stücke entpuppen sich als Speck und Schwarte, ziemlich deftig und sehr salzig. Mir fehlen die bekannten Gewürznoten, neben eines Hauchs Zimt schmecke ich hauptsächlich Salz.

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Ganz aussergewöhnliche Konsistenzen

Sehr vorsichtig wage ich mich an die Leberwurst, die dafür im Gegensatz viel feiner und cremiger daherkommt. Sie schmeckt wie Leberwurst mit Le Parfait gemischt, die Kombination ist einfach herrlich, wenn auch wieder ein bisschen salzig.

Ich lasse mir sagen, dass beide Würste sogar für den gewohnten deutschen Gaumen zu salzig ausfallen, aber dass die interessante Konsistenz der üblichen Norm entspricht.

In manchen Regionen Deutschlands gibt man sogar Zungenstücke mit in die Blutwurst. Als Aufschnitt nennt sich das Zungenrotwurst, ist ausgewogen und lecker gewürzt (hier merkt man Nelken und Zimt) und schmeckt unheimlich gut zum Frühstück! Daran könnte ich mich gewöhnen.

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Aufschnitt aus Blut, Zunge und Schwarte

Fazit: Das Resultat ist durchzogen, zwei von drei Produkten mag ich richtig gerne, beim dritten ist der Salzgehalt einfach zu hoch und der Geschmack lässt sich dadurch kaum beurteilen. Vielleicht habe ich einmal die Gelegenheit, an einem „Schlachtfest“ die frischen Würste zu probieren.

Datum: 28.10.2017

Meine Bewertung

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