Wenige Kilometer von Sargans überquert man bei Trübbach den Rhein und gelangt unmittelbar ins beschauliche Dorf Balzers, im südlichsten Zipfel des Fürstentums Liechtenstein. Mitten im Dorf findet man problemlos das Restaurant Falknis mit zugehöriger Metzgerei. Einen Parkplatz zu finden, ist allerdings schwieriger.
Das Restaurant
Wenn man im verschachtelten Gebäude den Weg zum Restaurantbereich gefunden hat, tritt man in eine grosse, helle und wenig heimelige Halle mit langen Tischen. Wir hatten Plätze reserviert und fanden uns sofort zurecht. Das Metzgete-Weekend war für die Crew des Restaurants wohl eine Nummer zu gross. Auf Bedienung am Tisch warteten wir lange oder vergeblich, aber mit etwas Geschick oder Selbsthilfe kamen alle zu Getränk und Essen.
Das Metzgetebuffet
Ich genehmigte mir das Buffet, das mit CHF 29.50 angeschrieben war, verglichen mit Tarifen im Grossraum Zürich ein Schnäppchen. Auf engstem Raum fand man dort alles, was das Herz begehrt. Und sogar noch mehr: ich genehmigte mir eine Leberspätzlesuppe als Vorspeise (Foto) und als Begleitung zu den Fleischspeisen einen hausgemachten Knödel, aussehend wie ein kollabierender Stern. Beides hat mir gut geschmeckt, aber ich kenne mich bei diesen Perlen der Ösi- Küche leider nicht aus.
Die Auswahl an Gnagis, Schwänzli, Zungen, Ohren und anderen Teilen des Schweins war reichlich. Alles war gut gegart und zart, von allen Anwesenden gelobt. Die Blutwürste hatten für Buffetservice die richtige Grösse, so dass man die anderen Leckereien auch noch berücksichtigen konnte. Mit dem eher stumpfen Messer gelang mir kein perfekter Schnitt (vgl..Foto, dahinter Sauerkraut und Knödel), aber Konsistenz und Würzung waren ok. Die Leberwurst schmeckte mir auch gut, sie war aber eher langweilig. Mit der Bratwurst konnte ich mich nicht anfreunden und schon gar nicht mit der Schüblig- artigen kleinen rostroten Würstchen, die wohl viel Pökelsalz enthielten und geräuchert waren, somit nach meiner Ansicht gar nicht zur Metzgete passten.
Was noch?
Vermerken möchte ich das sehr freundliche, hilfsbereite Personal, die zwei Musikanten, die mit alten Schlagern den Abend auflockerten sowie die gute Stimmung trotz ungemütlichem Lokal. Zum Dessert bestellte ich ein Vermicelle und ersticke beinahe daran, es bestand nur aus Marroniwürmern und Meringueschalen. In finsterer Nacht fanden wir sogar unser Auto wieder, in einer Stunde ist man zurück in Zürich. Die Fahrt hat sich gelohnt!
Datum der Metzgete: 04.11.2023
falknis.li
Meine Bewertung
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